
Warum lässt sich ein SEMG-Sicherheitslichtgitter nicht in Betrieb nehmen, obwohl die Verdrahtung korrekt ist und ein vergleichbares Gerät am gleichen Anschluss funktioniert? Diese Frage stellt sich häufig, wenn am Gerät eine ungültige Konfiguration vorliegt.
Typische Hinweise darauf sind dauerhaft leuchtende LEDs wie DIAG4, DIAG1, ERROR, RES sowie OSSD off. In diesem Zustand verhindert das Sicherheitslichtgitter den Betrieb bewusst, da sicherheitsrelevante Einstellungen nicht vollständig oder nicht korrekt abgeschlossen wurden. Ein solcher Konfigurationsfehler kann entstehen, wenn Sender und Empfänger beim Anschluss oder während der Parametrierung nicht sauber eingerichtet werden. Auch im Betriebsmodus „Schutzbetrieb ohne Schützkontrolle“ ist eine vollständig abgeschlossene Konfiguration zwingend erforderlich.

Zur Behebung empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen:
1. Sender und Empfänger auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
Dadurch werden fehlerhafte oder unvollständige Parameter entfernt.


2. Gewünschte Konfiguration erneut auswählen.

Wichtig ist, die Konfiguration vollständig zu beenden, damit das Gerät den sicheren Betriebszustand erkennt.

3. Ausrichtung überprüfen
Eine fehlerhafte Ausrichtung von Sender und Empfänger wird über die LEDs am Empfänger signalisiert und sollte vor Abschluss der Konfiguration korrigiert werden.

In der Praxis lässt sich das SEMG-Sicherheitslichtgitter nach diesen Schritten in den meisten Fällen wieder ordnungsgemäß in Betrieb nehmen. Die LED-Anzeigen weisen dabei nicht auf einen Defekt hin, sondern auf eine sicherheitsbedingte Schutzfunktion des Geräts.
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