Wie lassen sich nicht-ferromagnetische Verbindungselemente unter einer Kunststoffschicht erkennen?

Diese Frage erreichte wenglor im Zusammenhang mit der Qualitätsprüfung eines zusammengefügten Stahl-Rohrstrangs. Der Kunde möchte sicherstellen, dass bestimmte Verbindungselemente aus NE-Metall (z. B. Aluminium, Messing, Kupfer oder Edelstahl) korrekt verbaut sind – obwohl sich diese unter einer Kunststoffschicht befinden.

Der besondere Anspruch:
Der Sensor muss nicht-ferromagnetische Metalle detektieren, während der Stahl des Rohrstrangs selbst ignoriert wird. Gleichzeitig muss die Erkennung durch die Kunststoffschicht hindurch zuverlässig funktionieren.

Induktiver Sensor erkennt NE-Metall unter Kunststoffschicht
Selektive Detektion von nicht-ferromagnetischen Metallen

Selektive Induktivsensoren: Erkennung nur von NE-Metallen

Für diese Herausforderung eignet sich der induktive Sensor ISQ250NK00A3. Anders als klassische Induktivsensoren, die lediglich Metall allgemein erfassen, wurde dieser Sensortyp speziell für die selektive Metallunterscheidung programmiert.

Was macht den Sensor besonders?

  • Schaltet ausschließlich bei NE-Metallen
    z. B.: Aluminium, Kupfer, Messing, Edelstahl
  • Ignoriert ferromagnetische Metalle wie Stahl oder Eisen
    → Ideal für Anwendungen, bei denen ein NE-Metall in einer Stahlumgebung erkannt werden muss
  • Erkennt Metall auch unter Kunststoff
    da Kunststoff für das induktive Feld unsichtbar ist
  • Robust gegenüber wechselnden Umgebungsbedingungen

Damit eignet sich dieser Sensor perfekt für Anwendungen wie die Detektion eines Aluminium- oder Edelstahl-Verbindungselements in einem Stahlrohr – selbst dann, wenn eine Kunststoffabdeckung darüber liegt.

Erprobte Technologie: Erkennung von Metall unter Kunststoff

Die Funktionsweise lässt sich gut anhand einer realen Anwendung nachvollziehen:

 

Beispielanwendung: Alufolienerkennung durch Induktive Sensoren

In der Lebensmittelindustrie wird beispielsweise die Anwesenheit einer Aluminiumsiegelfolie unter einem zwei Millimeter dicken Kunststoffdeckel überwacht. Ein schweißfester Induktivsensor mit Korrekturfaktor 1 erkennt diese Folie zuverlässig und mit unverändertem Schaltabstand.

Selbst bei hohen Fördergeschwindigkeiten funktioniert dies dank der hohen Schaltfrequenzen präzise und stabil. Dieses Prinzip lässt sich direkt auf die aktuelle Anwendung übertragen:
Auch hier erkennt der Sensor ein NE-Metall unter einer Kunststoffschicht, ohne durch den umgebenden Stahl beeinflusst zu werden.

Fazit

Für die zuverlässige Erkennung nicht-ferromagnetischer Verbindungselemente in einem Stahlrohrstrang – auch unter einer Kunststoffabdeckung – ist der ISQ250NK00A3 die ideale Lösung.

Er bietet:

  • selektive Detektion ausschließlich von NE-Metallen
  • Ignorieren von Stahl und Eisen
  • zuverlässige Erkennung unter Kunststoff
  • hohe Stabilität und präzises Schaltverhalten

 

Damit lässt sich der Verbau von Verbindungselementen automatisiert, berührungslos und prozesssicher überwachen.

Autor

Bild von Max Mustermann

Max Mustermann

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